| Erotik-
& Sex-Lexikon E
Effemination
Das Vorhandensein psychisch und physisch
weiblicher Eigenschaften beim Mann.
Körperliche Zeichen, weichere Muskulatur, stärkere Fettpolsterung,
Andeutung von Brüsten, Mangel an Bartwuchs und eine hohe Stimmlage.
Höchster Grad entgegengesetzter Geschlechtsempfindung beim
Mann (passive Homosexualität).
Eichel
Die Spitze des männlichen Gliedes,
an der sich die Harnröhrenöffnung befindet. Die Eichel
verhärtet sich im Gegensatz zum Penisschaft bei einer Erektion
kaum. Sie bleibt meist weich und ist äusserst reizempfindlich.
Die Eichel wird beim nichterigierten Glied von der Vorhaut geschützt.
Darunter können sich jedoch Schmutz und Smegma
ansammeln. Daher sollte die Eichel regelmässig gereinigt werden.
Auch die Spitze der weiblichen Klitoris
bezeichnet man als Eichel. Hier münden im Gegensatz zur männlichen
Eichel viele Reiz-Nervenendungen.
Ejaculatio Deficiens
Das Ausbleiben eines Samenergusses. Einige
Männer halten den Samenerguss für kräftezehrend.
Sie sind der Meinung, dass jeder Samenerguss die Potenz
vermindert. Einige haben daher Masturbations- oder Beischlaftechniken
entwickelt, bei denen sie nicht zur Ejakulation kommen.
Dieses bewusste Zurückhalten der Ejakulation hat seine Ursachen
manchmal in der Kindheit. Viele Eltern erschrecken ihre Kinder auch
heute noch mit erfundenen Geschichten von masturbationsbedingten
Krankheiten wie Rückenmarksschwund oder Schwachsinn. Auch Krankheiten
können ebenso wie bei der Ejaculatio Retrograda als Ursache
für den ausbleibenden Samenerguss in Frage kommen. Sogar bestimmte
Medikamente können zu einem Ejaculatio Deficiens führen.
Ärztliche Behandlung ist auf alle Fälle angeraten.
Ejaculatio Retarda
Der verzögerte Samenerguss. Häufig
ist diese Art von Ejakulations-Schwierigkeit seelisch bedingt. Manchmal
fehlt es an ausreichender Erregtheit durch die Partnerin oder an
genügend geistiger Entspannung, um zum Höhepunkt zu gelangen.
Ein verzögerter Samenerguss kann jedoch auch von Vorteil sein.
Frauen kommen bekanntlich langsamer zum Höhepunkt als Männer.
Daher wirkt sich der Ejaculatio Retarda oft zugunsten der Partnerin
aus, die dadurch natürlich die Stimulationen durch den Partner
länger geniessen kann. Gelegentlich ist es so, dass der Mann
zum Höhepunkt kommt, wenn seine Partnerin den Orgasmus erreicht.
Die verstärkten Scheidenzuckungen und -bewegungen der Frau
lösen dann bei ihm die Ejakulation aus.
Ejakulation
Medizinischer Fachausdruck für den
Samenerguss. In der ersten Phase des Höhepunktes bildet sich
in den sekundären Geschlechtsorganen die Samenflüssigkeit,
während die Hoden die Samenzellen produzieren. Diese gelangen
dann von den Hoden in ein Zwischenlager, wobei gleichzeitig die
Muskeln im Beckenbereich entspannt werden. In der zweiten Phase
öffnet sich dann der äussere Schliessmuskel der Harnblase,
während sich der innere fest schliesst, um das Zurückfliessen
der Samenflüssigkeit in die Blase zu verhindern.
Die Samenflüssigkeit und die Samenzellen sammeln sich im Bulbus
Urethrae. Ist genug Flüssigkeit vorhanden, zieht sich dieser
sackartige Hohlraum zusammen und der Samen wird mit Hilfe der grösseren
Beckenmuskeln druckvoll herausgepresst. In Abständen von ca.
einer Sekunde wird nun der Samen mit der Flüssigkeit in drei
bis vier solchen Muskelpressungen herausgeschleudert. Danach entwickelt
sich manchmal ein taubes Gefühl in der Harnröhre, während
der Samenfluss versiegt.
Elektrakomplex
Ein von den Schülern Sigmund Freuds
entwickelter Begriff. Er bezeichnet das bei Mädchen vorkommende
konfliktbeladene Erleben der Liebe zum Vater und die damit zwangsläufig
verbundene Eifersucht auf die Mutter. Der Elektrakomplex stellt
die weibliche Variante des Ödipuskomplexes dar.
Der Begriff leitet sich von der antiken Sagengestalt Elektra ab,
die ihren Bruder zur Ermordung von Stiefvater und Mutter anstiftet,
aus Rache für den von ihnen begangenen Mord an ihrem Vater,
dem griechischen König Agamemnon.
Englischer Verkehr
Findet der Koitus
am Nachmittag statt, bezeichnet man dies als "Englischen Verkehr".
Die Bezeichnung stammt von der Vorliebe der Engländer für
den Fünf-Uhr- Nachmittags-Tee. Nur dass in diesem Falle statt
des Tees ein sexuelles Vergnügen genossen wird.
Erektion
Erektion bedeutet 'Aufrichtung'.Wenn das
Glied steif ist redet man von einer Erektion. Das Glied ist dann
stark durchblutet, der Grund dafür ist meist sexuelle Erregung.
Ausgelöst durch visuelle, akustische Sinnesreizungen, Berührungen
und Gedanken.
Erogene
Zonen
Stimulierungen dieser Bereiche oder Körperstellen,
empfindet man als angenehm und schön. Im Bestfall erregen diese
einem sexuell sehr. Die Zonen sind örtlich abgegrenzt und nicht
bei jedem gleich, deshalb macht es um so mehr Spass diese beim Partner
ausfindig zu machen.
Erotomanie
Krankhaft Übersteigertes sexuelles
Verlangen.
Escherichia Coli
Diese stäbchenförmigen Bakterien
halten sich in der Darmflora des Dickdarms auf. In dieser Umgebung
sind sie kaum als gefährlich anzusehen. Wenn diese Bakterien
allerdings in andere Teile des Körpers gelangen, zum Beispiel
in die Harnröhre, kann es zu bösartigen Entzündungen
kommen. Deshalb sollte es nach einem analen Koitus
niemals sofort zum vaginalen Geschlechtsverkehr kommen. Vorherige
Reinigung ist unbedingt notwendig.
Eunuch
Ein durch Kastration der Hoden oder sogar
des Gliedes zeugungsunfähig gemachter Mann. Im Orient dienten
die Eunuchen den Scheichs als Haremswächter. Eunuchen waren
aber auch Sklaven, Diener oder Sängerknaben. Sogar Priester
im Altertum liessen sich zu Eunuchen kastrieren, um der Lust und
den Versuchungen des Fleisches besser widerstehen zu können.
Das Eunuchen-Wesen war bereits weit vor dem Mittelalter in China
verbreitet. Der Han-Kaiser Wu Di (140-87 v.Chr.) hielt sich neben
Lustknaben zahlreiche Eunuchen. Dieses kaiserliche Privileg führte
schliesslich dazu, dass am Hofe bis zu tausend kastrierte Männer
lebten. In der arabischen Welt arbeiteten Eunuchen hauptsächlich
in Mekka und Medina als "Kirchendiener" in den Moscheen.
Auch in Griechenland und Byzanz traf man sie vorwiegend in religiösen
Kontexten. Eine Verweltlichung der Eunuchenrolle fand erst im Osmanischen
Reich statt. Fast alle wohlhabenden Familien stellten Eunuchen in
ihre Dienste. Die bekannteste Aufgabe der Eunuchen war indes die
Bewachung des Harems des Sultans. Da der Islam aber Kastrationen
verbietet, mussten die "Kräfte" importiert werden.
Bis ins 15. Jahrhundert verschleppte man die Männer daher aus
christlich geprägten Ländern wie Georgien, Armenien oder
dem Kaukasus. Ab dem 16. Jahrhundert importierten die Sultane ihre
Eunuchen dann aus Afrika.
Die Osmanen fanden, dass Schwarzafrikaner "noch hässlicher
als weisse Sklaven waren", was ihre potentielle Gefahr für
den Frauenbestand weiter verringerte. Zudem sagte man ihnen nach,
dass sie den Kastrationseingriff besser verkrafteten. Dass der überhaupt
überlebt wurde, ist ein kleines Wunder. Islamischen Ärzten
war der Eingriff nämlich verboten. Und so wurden den Sklaven
von ungeschultem Personal entweder die Hoden zerquetscht oder abgeschnitten.
Einigen amputierte man "zur Sicherheit" obendrein den
Penis, so dass die Opfer nur noch mit Hilfe einer Kanüle urinieren
konnten. Die Wundfläche wurde dabei oftmals mit heissem Öl
verätzt.
Im italienischen Barock und auch bis in die Klassik hinein war es
nicht ungewöhnlich, dass Eltern ihre Söhne vor der Pubertät
kastrierten, um ihnen dadurch eine Sängerkarriere zu ermöglichen.
Für die wenigen Kastraten, denen dadurch tatsächlich eine
besondere Stimme beschert wurde, bot die Opera Seria zahlreiche
Falsett-Parts, die einen Knaben zum Star machen konnten. Der italienische
Sänger Karlos Broschi (1705-1782) - bekannt als Farinelli aus
dem gleichnamigen Kinofilm - ist ein beeindruckendes Beispiel dafür.
Er war zu Lebzeiten bereits ein weit grösserer Star als etwa
Mozart.
Eupareunie
Beim Geschlechtsverkehr der zeitgleiche
Orgasmus von Mann und Frau.
Excision
siehe Beschneidung
Exhibitionismus
Exhibitionismus kommt von lateinisch 'exhibere'
und bedeutet 'Darbieten', 'Zeigen'. Der Exhibitionist zeigt sich
also gerne. Und zwar nackt, vorzugsweise mit erigiertem Penis.Meist
um andere Menschen zu schockieren und dabei einen sexuelle Stimulans
zu erhalten. Eine unfreiwillige Zuschauerin, die auf den Mann zugeht,
um dessen Penis anzufassen, würde den Exhibitionisten heillos
überfordern. Charakteristisch für sein Handeln ist nämlich
das Vermeiden körperlichen Kontakts.
Exogamie
Das durch Moral und Gesetz festgelegte
Prinzip, den Ehepartner nicht aus dem Kreis der Verwandten zu wählen.
Darunter fällt auch das Verbot von Beziehungen zwischen Blutsverwandten
- das sogenannte Inzest-Tabu.
Ekstase
sexuelle Ekstase (gr. Ekstasis = Aussichherausstreben)
Rauschzustand, der durch einen überaus intensiv erlebten Orgasmus
entsteht. Wer in sexuelle Ekstase gerät, zuckt oft heftig am
ganzen Körper, schreit und stöhnt. Die sexuelle Ekstase
kann so weit gehen, dass die Umwelt während dieser Zeit nicht
mehr wahrgenommen wird. |